dinsdag 21 mei 2013

Update 21-05-2013 controverse Prokofieff JvH ?


Update 21-05-2013


Onderstaand een bericht uit: Allgemeine Anthroposophische
Gesellschaft Nachrichten für Mitglieder
Anthroposophie weltweit 5/13


Men spreekt erover dat er een controverse zou zijn tussen Sergej Prokofieff en Judih von Halle. Dat is echter een verenging en inperking van een wel degelijk veel wijder bestaand probleem. Veel fundamenteler is dat het probleem gaat over de antroposofie vrij houden van vreemde invloeden, die de potentie hebben om de antroposofie als substantie en Steiner als de initiator ervan aan te tasten. De aanvallen van buitenaf op de antroposofie zijn wel bekend. Aantijgingen van racisme, nazisme, antisemitisme, zijn de werktuigen die men gebruikt om de antroposofie en Steiner in een kwaad daglicht te zetten. Onlangs is de schrijver Helmut Zander daarvan een bekend voorbeeld geworden. Dat men in het Goetheanum nu zich uitdrukkelijk zeer neutraal opstelt tav deze zaken is des te vreemder als je weet, dat de boeken van Zander wel gewoon bij de boekhandel van het Goetheanum verkocht worden. Ook dat destijds stilzwijgend de mensheidsrepresentant ergens op een zoldertje weggezet was en dat er tot voor kort geen enkel portret van Rudolf Steiner op een voor bezoekers toegankelijke plaats zichtbaar was. (dit zijn feiten die beschreven worden in voordrachten en naar aanleiding daarvan in het boek: De Antroposofische Vereniging en haar huidige spirittuele beproeving, van Peter Selg En Sergej O.Prokofieff - uitgeverij Pentagon).





Maar nu niet van buitenaf, maar van binnenuit worden er pogingen gedaan om de antroposofie in diskrediet te brengen, nu blijft men in het Goetheanum (Vorstand) uiterst neutraal. Het lijkt of de moed ontbreekt om zich voor de antroposofie en Steiner in te zetten. Nu heeft het Goetheanum (via het blad) al geruime tijd geleden een deal gesloten met het tijdschrift Info3 (*1) en daar schreef en schrijft men al jaren artikelen als deze:Steiner auf der Siegessaule. En eerder over JvH:
http://www.info3-magazin.de/archives/652 UM NORMALITÄT BEMÜHT
http://www.info3-magazin.de/archives/664 Gruppenbild mit Dame



Nu eerst een citaat vanuit het Goetheanum en daaropvolgend een reactie van Peter Selg.



Vorstand am Goetheanum
Zum Buch ‹Zeitreisen›
von Sergej Prokofieff
Liebe Mitglieder
Aufgrund einer Reihe von Briefen und Anfragen möchten wir gern Folgendes klarstellen:
Das kurz vor Ostern 2013 ausgelieferte und Judith von Halle und ihre Veröffentlichungen betreffende Buch von Sergej O. Prokofieff ‹‘Zeitreisen’ – ein Gegenbild anthroposophischer Geistesforschung› ist von seinem Titel und Inhalt her dem Vorstand erst zu diesem Zeitpunkt bekannt geworden. Es steht von daher in der Verantwortung des Autors und beruht nicht auf einem unmittelbaren Arbeitszusammenhang mit dem Vorstand oder dem Hochschulkollegium. Am 15. Januar 2013 hat innerhalb des Vorstandes ein abschließendes Gespräch mit Sergej Prokofieff stattgefunden. Dabei äußerte er auch seine Absicht, noch eine Antwort auf das ihm gegenüber sehr kritische Buch ‹Stigmatisation, ein Schicksal als Erkenntnisfrage›
von Peter Tradowsky geben zu wollen, das 2009 im Verlag am Goetheanum erschienen ist. Seine Schrift wollte er – im Sinne eines freien Geisteslebens – dem gleichen Verlag anbieten und damit seine Beiträge in dieser Sache abschließen. Für dieses Anliegen hatten wir Verständnis. Grundsätzlich betrachten es der Vorstand der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft und das Hochschulkollegium als ihre Aufgabe, einen Freiraum der Erkenntnissuche und des vielschichtigen anthroposophischen Lebens zu ermöglichen. Dazu gehört selbstverständlich die Freiheit eines jeden Autors – auch als Mitglied des Vorstandes –, seine Einsichten und Erkenntnisse zu publizieren. Ebenso zieht jede Veröffentlichung die Möglichkeit der kritischen Stellungnahme oder Diskussion nach sich. Das gilt gleichermaßen für die Publikationen von Sergej Prokofieff und Judith von Halle. Dieser fortschreitende anthroposophische Erkenntnisprozess rechnet mit der selbstständigen Urteilsbildung der an diesen Arbeiten Interessierten. – Der Verlag am Goetheanum ist in seinem Programm autonom und fühlt sich einem offenen Erkenntnisprozess verpflichtet. Es gehört unseres Erachtens nicht zu den Aufgaben des Vorstands der Anthroposophischen Gesellschaft, als Gremium, als Organ, ein Urteil über Forschungsresultate, geisteswissenschaftliche Darstellungen oder Meinungsäußerungen zu fällen. Wir fühlen uns aber mitverantwortlich für das ‹geistige Klima› innerhalb der Anthroposophischen Gesellschaft und bedauern, wenn es im Zuge notwendiger geistiger Auseinandersetzungen zu menschlichen Herabsetzungen und Polarisierungen kommt. Wir wollen uns dafür einsetzen, dass geisteswissenschaftliche Themen und Fragen der spirituellen Orientierung innerhalb der Anthroposophischen Gesellschaft ihrem Wesen entsprechend bearbeitet und fruchtbar werden können. | Dornach, den 17. April 2013: Virginia Sease, Paul Mackay, Bodo von Pla­to, Seija Zimmermann, Justus Wittich, Joan Sleigh


Peter Selg schrijft hierop een reactie in
I N I T I A T I V E E N T W I C K L U N G S R I C H T U N G A N T H R O P O S O P H I E



«Haus ohne Hüter»1.Die Vorstandsmitglieder schreiben, das Buch „Zeitreisen“ – ein Gegenbild anthroposophischer Geistesforschung von Sergej O. Prokofieff sei ihnen nach „Inhalt und Titel“ erst zum Zeitpunkt der Veröffentlichung kurz vor Ostern bekannt geworden. Zugleich räumen sie ein, von Herrn Prokofieff im Januar 2013 über die von ihm beabsichtige Publikation im Verlag am Goetheanum vorinformiert worden zu sein. Für diesen Wunsch Herrn Prokofieffs hätten sie „Verständnis“ gehabt. – Aus diesem Zusammenhang geht eindeutig hervor, dass es den Mitgliedern des Vorstands sehr wohl möglich gewesen wäre, das Manuskript vor seiner Drucklegung in Dornach zu lesen. Die Tatsache, dass die Arbeit nach „Inhalt und Titel“ ihnen erst nach der Veröffentlichung bekannt wurde, ist insofern das Ergebnis ihrer eigenen, bewusst getroffenen Entscheidung. Im Verlauf einer Sitzung des erweiterten Vorstands am Goetheanum vom 30. Oktober 2012, zu der ich eingeladen war, ging es um die Veröffentlichungen Wie stehen wir heute vor Rudolf Steiner? (Sergej O. Prokofieff) und Die Identität der Anthroposophischen Gesellschaft (Peter Selg). Auf die bilanzierende Stellungnahme Herrn Prokofieffs, der Vorstand des Goetheanum sei in all den zurückliegenden Jahren nicht arbeits- und handlungsfähig gewesen, weil sich seine Mitglieder in den fundamentalen Fragen der Beziehung zur Anthroposophie und zu Rudolf Steiner nicht einig waren, d.h. keine diesbezüglich gemeinsame Basis hatten und fanden, betonte Frau Dr. Sease, dass doch zumindest Einigkeit in einer Frage bestanden hätte. Diese Frage hätte die Haltung des Vorstandes zu den Publikationen Frau von Halles betroffen. Dem wurde von keinem Vorstandsmitglied widersprochen; Sergej Prokofieff merkte seinerseits lediglich an, dass man ihn – trotz dieser internen Übereinstimmung – in der öffentlichen Auseinandersetzung damit vollkommen alleine gelassen habe.
3.Der Vorstand am Goetheanum betont in seiner Stellungnahme, dass es sein Ziel sei, das „geistige Klima“ in der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft positiv zu gestalten und „Polarisierungen“ zu vermeiden – und reklamiert damit indirekt seine Neutralität. Er ermöglicht jedoch im direkten Anschluss an diese Stellungnahme den Abdruck eines „offenen Briefes“,obwohl die Auffassungen zu diesen Problemkontext innerhalb der Mitgliedschaft bekanntlich sehr disparat sind. Der Vorstand sorgt damit – durch das Organ „Anthroposophie weltweit“ („Anthroposophy Worldwide“) – für die internationale Verbreitung eines dezidierten Votums von Kritikern Sergej Prokofieffs, obwohl das von diesen Kritikern beanstandete Buch noch überhaupt nicht in englischer Übersetzung erschienen ist und daher von den englischsprachigen Mitgliedern der Gesellschaft auch nicht studiert und beurteilt werden kann. Von einer indirekt in Anspruch genommenen „Neutralität“ des Vorstandes kann angesichts dieses befremdlichen Vorgehens mit Sicherheit keine Rede sein. Vielmehr entsteht der Eindruck einer rhetorisch ausgefeilten, diplomatisch-strategischen Stellung- oder Parteinahme, die offenbar auf nicht unerheblichen Druck zustande kam, einer impliziten Distanzierung von dem ehemaligen Vorstandskollegen gleichkommt – und inhaltlich nicht gedeckt ist (s. Punkt 2).
4.Anstatt sich höflich zu distanzieren, wäre es die Aufgabe und moralische Pflicht der Vorstandsmitglieder gewesen, sich in einer weltweit verbreiteten öffentlichen Stellungnahme bei Sergej O. Prokofieff für seine kritisierten Bücher mit Nachdruck zu bedanken (Das Mysterium der Auferstehung im Lichte der Anthroposophie, 2008; Und die Erde wird zur Sonne. Zum Mysterium der Auferstehung, 2012; „Zeitreisen“ – ein Gegenbild anthroposophischer Geistesforschung; 2013). Die in diesen Büchern im Anschluss an Rudolf Steiner entfalteten Arbeiten an den spirituellen Sachverhalten des Auferstehungsleibes und des sog. „Phantoms“, an den Vorgängen des letzten Abendmahls und dem weiteren Schicksal von Leib und Blut des Christus, an der Gestalt des Kreuzes und den Prozessen des Erdinnern sowie an der entsprechenden Erkenntnismethodik Rudolf Steiners sind (zusammen mit Prokofieffs Monographien Das Erscheinen des Christus im Ätherischen [2010] und Die Skulpturgruppe Rudolf Steiners [2011]) die mit Abstand bedeutendsten geisteswissenschaftlich-christo-logischen Beiträge des Goetheanum seit 1925. Alles spricht dafür, dass sie in den kommenden Jahrzehnten oder Jahrhunderten auch in dieser Qualität gesehen, gewichtet und gewürdigt werden. „Und Ihr könnt sagen, Ihr seid dabei gewesen …“ [Goethe] – Darüber hinaus unterzog sich Sergej O. Prokofieff – nicht zum ersten Mal in seinem Leben – der unangenehmen, zeit- und kräfteraubenden Aufgabe, sich in einem Teil dieser Publikationen mit Darstellungen auseinanderzusetzen, deren methodische wie inhaltliche Differenz zum Werk Rudolf Steiners offenkundig groß ist. Er leistete diese Durchdringung und kritische Reflexion für die Mitglieder der Anthroposophischen Gesellschaft, im Rahmen seiner wahrgenommenen Gesamtverantwortung für das Goetheanum und unter Zurückstellung ureigener Arbeitsanliegen und Aufgaben, was seinen ehemaligen Kollegen sehr wohl bewusst ist. Gegen einen anderen anthroposophischen Autor Stellung zu beziehen, war Sergej O. Prokofieff nie ein Anliegen, und er tat es lediglich dort, wo er – am aufgewiesenen Kontrast bzw. an der missbräuchlichen Verwendung oder Vermischung – die Notwendigkeit sah, die Besonderheit der originären Forschungsarbeit Rudolf Steiners als Zentrum der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft mit Nachdruck ans Licht zu stellen. Es ging und geht ihm um Rudolf Steiners Lebenswerk für die kommenden Jahrhunderte und Kulturepochen, um die innere Nachfolge und um die Zukunft der Anthroposophischen Gesellschaft als Michael-Gemeinschaft auf Erden.
„Er [Rudolf Steiner] lehrte nicht nur kosmische Weisheit, er lebte sie auch und handelte danach. Ihn bejahen in seiner Lehre, in seinem Leben und in seinen Handlungen ist ihm folgen auf dem Weg, den er gegangen ist.“ (Ita Wegman)
Der Vorstand am Goetheanum betont abschliessend, er sehe es nicht als zu seiner Aufgabe gehörend an, Urteile über „Forschungsergebnisse, geisteswissenschaftliche Darstellungen und Meinungsäußerungen“ zu fällen. Er artikuliert damit einmal mehr sein zeitgenössisches Bedürfnis nach der Bildung sozialer Begegnungsformen und -foren, ignoriert aber den Sachverhalt, dass ein Vorstandsgremium, das auf dem Boden der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft der Weihnachtstagung 1923/24 steht – und aus dieser seine alleinige Legitimation bezieht –, sehr wohl Leitungsaufgaben wahrzunehmen hat, und dies auch dann, wenn sie unangenehm sind und einen riskanten Einsatz erfordern. Rudolf Steiner war ein toleranter Mensch und hatte ein großes, weitherziges Verständnis für individuelle Schicksalswege. Nicht einen Moment erlag er jedoch der Versuchung, den spezifischen Erkenntnisansatz der Anthroposophie als solchen sozial aufzuweichen, und hielt seinen letzten großen Vortragszyklus in England bekanntlich über „True and False Paths of Spiritual Investigation“ (GA 243). Selbstverständlich erwartete Rudolf Steiner von den am Goetheanum verantwortlichen Vorstandspersönlichkeiten die Fähigkeit und Bereitschaft, sich ein Urteil über brisante „Forschungsergebnisse, geisteswissenschaftliche Darstellungen und Meinungsäußerungen“ zu bilden und dieses Urteil auch zu äußern – wie sollte und wie soll sonst eine geisteswissenschaftliche Hochschule geführt und nach aussen und innen vertreten werden?
Das Vermächtnis der Weihnachtstagung erfordert eine andere Haltung, und es trägt die verbindliche Verpflichtung in sich, das Goetheanum zum spirituellen Zentrum der Anthroposophie werden zu lassen („damit die Menschheit das bekommt, was sie so unbedingt nötig hat: Anthroposophie, aber Anthroposophie von Rudolf Steiner“). Misslingt dieser Vorgang, so sind die Einbruchspforten in die einstige Gründung, ja intendierte Mysterienstätte weit geöffnet, in ein „Haus ohne Hüter“ (Heinrich Böll). Was Sergej O. Prokofieff für den geistigen Schutz des „Johannesbaus“ über viele Jahre geleistet hat, wird, so steht zu vermuten, in Zukunft - ex negativo - ansichtig werden.
Peter SelgAls het Goetheanum (Vorstand) echte Michaelische moed had, dan zou ze onderstaande wel serieus nemen:

Der Geistesforscher ... kann so sprechen, daß der Mensch aus dem gesunden Menschenverstand heraus die Art und Weise verfolgen kann, wie er seine Gedankengänge aufbaut, die er allerdings aus der geistigen Anschauung heraus aufbaut, denen man es aber anmerken kann, daß sie dieselbe innere Logik haben, die wir an der äußeren sinnlichen Wirklichkeit erlernen. Daher kann der gesunde Menschenverstand ... darüber urteilen, ob der Geistesforscher Unsinn spricht oder ob der Geistesforscher durch die Art und Weise, wie er spricht, erkennen läßt, daß ihm die geistige Welt wirklich offen ist, daß er in sie hineinschaut.
(25.11.1919, GA 297, S. 142).
Der gesunde Menschen­verstand, der nicht irregeleitet ist durch irrtümliche natürliche oder so­ziale Ideen von heute, der kann von sich aus entscheiden, ob Wahrheits­duktus waltet in dem, was irgendjemand spricht. Irgendjemand spricht von geistigen Welten: man muss nur alles zusammen nehmen, die Art, wie gesprochen wird, der Ernst, in dem die Dinge aufgefasst werden, die Logik, die entfaltet wird und so weiter, dann wird man sich ein Urteil darüber aneignen können, ob dasjenige, was als Kunde von der geistigen Welt gebracht wird, Scharlatanismus ist, oder ob es einen Fond hat. Die­ses kann jeder entscheiden.
(14.12.1919, GA 194, S. 198f).
Heute kann ja das so geschehen, daß der Mensch sich sagt: Ach was, gesunder Menschenverstand! – Den muß man aber mindestens anstrengen, wenn man die geistige Welt erfassen will! Diese Anstrengung lieben die Menschen nicht; sie lieben es mehr, auf Autoritätsglauben hin das oder jenes anzuerkennen. Gesunden Menschenverstand lieben heute die Menschen wirklich viel weniger, als sie glauben, und da möchten sie gewissermaßen diesen Gebrauch des gesunden Menschenverstandes umgehen und möchten, was ihnen leichter dünkt, wenn auch vielleicht das Urteil unbewußt gefällt wird, durch allerlei Brüten, das sie dann Meditation nennen und dergleichen, in die geistige Welt direkt eindringen.
(10.1.1919, GA 188, S. 83).
Wir müssen in die Lage kommen, zwar die Autorität schaffen zu lassen, aber die Autorität beurteilen zu können. Das lernen wir ... dadurch, daß wir uns aus etwas, was umfassend unseren Verstand, unsere Urteilskraft bilden kann, heraus die Möglichkeit eines Urteils aneignen. ... Die von dem anderen Wissenschaftlichen verschiedene Art des Begriffebildens, des Vorstellungbildens, die notwendig ist für die Geisteswissenschaft, die befähigt uns nicht, eine Autorität auf diesem oder jenem Gebiete zu werden, aber urteilsfähig zu werden. ... Wir werden nicht dasjenige wissen, was die Autorität wissen kann; aber wenn die Autorität etwas weiß und im einzelnen Falle dies oder jenes tut, werden wir fähig sein, es zu beurteilen. Dies müssen wir besonders betonen als etwas, was durch die Geisteswissenschaft gebracht werden muß, daß sie nicht nur die Menschen belehrt, sondern die Menschen in dieser Beziehung urteilsfähig macht, das heißt, ihnen erst die Möglichkeit der Gedankenfreiheit gibt, die Gedankenunabhängigkeit erst in ihnen fördert.(10.10.1916, GA 168, S. 109f).
Und nur weil der Mensch gewohnt ist, mit seinen Begriffen nur an die gewöhnlichen Sinnesdinge heranzutreten, deshalb glaubt er, daß ihm die gewöhnliche Urteilsfähigkeit entschwindet, wenn ihm die übersinnlichen Tatsachen vorgehalten werden. Wer aber seine Denkmöglichkeiten entwickelt, der kann sie so ausbilden, daß sie erfassen können, was durch die Geistesforschung zutage gefördert wird.(6.3.1913, GA 62, S. 409f, „Irrtümer der Geistesforschung“).
Die Grundbedingung des esoterischen Lebens ist Wahrhaftigkeit, Fleiß und Ausdauer. Deshalb müssen wir wahr sein in jedem Augenblick unseres Lebens. Und dazu gehört auch, daß wir nicht die Wahrheit unterdrücken, indem wir nichts dagegen sagen wollen, wenn eine Persönlichkeit einen Irrtum begeht, nur weil es gerade diese Persönlichkeit ist. Zu etwas, was wir als Irrtum erkennen können, erkennen müssen, dürfen wir nicht schweigen.(20.9.1912, GA 266b, S. 427, Gedächtnisnotiz einer Esoterischen Stunde).
... müssen wir als höchstes, heiligstes Gut, das wir haben, immer die Wahrhaftigkeit pflegen, niemals Konzessionen machen, die gegen die Wahrheit verstoßen, denn an der Wahrheit darf sich der Esoteriker nie versündigen. Es ist schrecklich und schwerwiegend, wenn ein Esoteriker die Wahrheit um der Brüderlichkeit willen verdreht, wenn er, um einen Menschen nicht zu kränken, die Wahrheit auch nur im Geringsten trübt, denn er schadet auch dem betreffenden Menschen damit. ... Wenn wir auch die Taten eines Menschen verurteilen müssen, den Menschen selber sollen wir nicht kritisieren, sondern ihn lieben.
(20.9.1912, GA 264, S. 336, Gedächtnisnotizen von Mathilde Scholl).

Und weil man in dem Augenblick, wo man von der Sinneswelt absieht, wo man auch von dem Verstande, der an das Gehirn gebunden ist, absieht, diese imaginative Welt als etwas Wirkliches vor sich hat, gleichgültig, ob sie etwas Reales ausdrückt oder ob sie nur das Spiegelbild des eigenen Wesens dessen ist, der sie hat, so wird, wer nicht richtig durch Wahrhaftigkeit vorbereitet ist, eben auch eine „imaginative Welt“ vor sich haben, weil sie ihm vorgaukelt, eine richtige zu sein und doch nur das Spiegelbild der eigenen Seele, seines eigenen Inneren ist. (3.4.1913, GA 62, S. 429, „Die Moral im Lichte der Geistesforschung“).Er zijn aanhangers van Judith von Halle, die recensies schrijven bij amazon.com, de site waar ook de boeken van Prokofieff verkocht worden. Deze aanhangers vormen samen een front en schrijven zeer veel negatiefs over Prokofieff en ze prijzen Judith von Halle de hemel in. Het zou fijn zijn als mensen, die het daarmee niet eens zijn en het Duits goed beheersen daar eens iets tegenover zouden stellen. (een positieve recensie plaatsen bijv.).
Tot nog toe heb ik alleen een bijdrage van Junko Althaus gezien, die niet negatief is.
Junko heeft ook een helder artikel over deze contoverse geschreven.

In de diverse bijdragen van oudere datum hieronder kunt u argumenten vinden voor het feit dat wat Judith von Halle te brengen heeft in belangrijke punten afwijkt van de antroposofie van Rudolf Steiner en vele gevallen er zelfs haaks op staat. Het visionaire helderzien is een onderdeel van het probleem.

Michel Gastkemper heeft in zijn blog ook wat andere informatie bij elkaar gesprokkeld.

Thomas Meyer van Perseus heeft ook eea over dit thema geschreven.

(*1) In het blad Info3 verschijnen er al jaren artikelen die de antroposofie en Steiner op subtiele wijze belachelijk willen maken. Destijds (2003) waren enkele auteurs:zoals Felix Hau, Sebastian Gronbach, Frank Meyer, Michael Eggert, Christian Grauer daar heel fanatiek en openlijk mee bezig. Toen het blad een aanzienlijk ledenverlies van abonnee's daardoor kreeg zijn ze wat ingebonden,maar daarna ging het proces des te subtieler verder. Men probeerde antroposofie te koppelen aan de leer van Ken Wilber. Men ging een trans-Christelijke weg.

Hierboven is Holger Niederhausen verschillende keren gerefereerd. De man staat bekend als iemand die zeer overtuigd is van de dingen die Mieke Mosmuller schrijft. Sommige mensen vinden hem iets te fanatiek. Hier is nog een artikel van hem betreffende Judith von Halle waar deze door Peter Tradowsky geinterpreteerd wordt.

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